Chatbot oder Agent: der Unterschied
Ein Chatbot wie ChatGPT beantwortet Fragen. Was danach passiert, machen Sie selbst: kopieren, einfügen, abschicken.
Ein Agent hat Zugriff auf Ihre Werkzeuge, zum Beispiel Postfach, Kalender und Angebotsprogramm. Er liest eine Anfrage, schaut in den Kalender, schlägt einen Termin vor und legt den Antwortentwurf in Ihr Postfach.
Drei Beispiele aus dem Alltag
Ein Dachdecker bekommt morgens zwölf Mails. Der Agent sortiert sie: drei Anfragen mit Antwortentwurf, zwei Rechnungen in die Buchhaltung, der Rest ist Werbung.
Eine Physiopraxis verpasst Anrufe, weil alle behandeln. Der Agent geht ran, nimmt den Terminwunsch auf und trägt ihn ein. Was so ein Telefonassistent kostet, steht in einem eigenen Artikel.
Ein Großhändler lässt sich jeden Morgen Bestellvorschläge machen, berechnet aus Lagerbestand und Verkäufen.
Wann Sie keinen brauchen
Wenn eine Aufgabe nur einmal im Monat vorkommt, lohnt sich die Einrichtung selten. Dann reicht ein gutes Chat-Werkzeug.
Auch wenn Abläufe sich ständig ändern, sollten Sie erst Ordnung schaffen. Ein Agent automatisiert, was da ist, auch das Chaos.
Kann ich einen KI-Agenten selbst erstellen?
Ja, mit Werkzeugen wie n8n oder Make geht das ohne Programmierkenntnisse. Rechnen Sie aber mit einigen Abenden, bis der erste Ablauf zuverlässig läuft, und mit laufender Pflege, wenn sich etwas ändert.
Wer lieber auf der Baustelle oder beim Kunden ist, lässt ihn einrichten und betreuen.